Große Größen bei Wanderkleidung

Zu fett zum Wandern? – Das Größen-Drama beim Ausrüstungskauf

Da liege ich nun hier in dieser kalten kroatischen Berghütte und zittere. Vor Kälte und vor Wut. Vielleicht ist auch eine klitzekleine Panikattacke im Anmarsch. Heulen tue ich auch. Ich weiß nicht, ob die Tränen es wirklich besser machen. Aber was raus muss, muss raus. 

Er passt nicht. 

Dieser Scheißschlafsack, den wir noch kurz vor der Abreise zu unserer Velebit-Tour gekauft haben, passt nicht. Klar, ich hätte ihn zu Hause schon ‚anprobieren‘ können, aber wer rechnet denn damit, dass ein verdammter Schlafsack nicht PASSEN könnte! 

Blick auf die Berghütte Zavizan - Premužić Trail
Besagte Berghütte auf dem Premuzic-Trail in Kroation

Ich hätte damit rechnen müssen. Denn ich bin schon mein ganzes Leben lang übergewichtig und durchlebe beim Klamottenkaufen den immer gleichen Gefühlsklimax. Zur Verdeutlichung bleiben wir mal hier in der kroatischen Berghütte: 

Gefühlsdrama – ein Klimax in 7 Stufen

[Stufe 1] VORFREUDE – Ich nehme den Schlafsack aus seiner Hülle, schüttele ihn auf, erfreue mich an der fluffigen Füllung,  krabbel rein, ziehe am Reißverschluss und … komme genau bis zu meinem Hintern. 

[Stufe 2] UNGLAUBE – Hä? Er passt nicht?! Ist doch ein Schlafsack! Der muss doch jedem passen, gibt´s da überhaupt verschiedene Größen? 

[Stufe 3] SCHAM – Oh Gott… Ich bin soooo fett! Nicht mal ein Schlafsack passt mir??? Ich möchte am liebsten ganz winzig werden und wie die kleinen Hüttenkäfer zwischen den abgetretenen Dielen verschwinden. 

[Stufe 4] SELBSTMITLEID – Aber selbst das bliebe mir wahrscheinlich verwehrt…! Ich würde sicher steckenbleiben und meinen dicken Bauch mit kräftigem Einsatz meiner Stummelhände durch die Ritze quetschen. Ich bin soooo fett!!! Buuhhuuuuu… Dicke Tränen laufen über meine dicken Kneifbäckchen. 

Ein langer Tag nach Skorpovac - Premužić Trail
Klamottenkauf und Bergwandern – beides anstrengend
[Stufe 5] TRAURIGKEIT – Die bleibt dann erstmal ein bisschen. Kuschelt sich neben, über, unter mir ein und wärmt mich besser als dieser dämliche, zu kleine Schlafsack… Und dann langsam, so schön eingelullt in Selbstmitleid und Traurigkeit, ändern sich die Tränen. Sie werden salziger, ein bisschen schärfer und versiegen schließlich. Stufe 6 ist erreicht und ein kleines rotes Persönchen mit Feuer in den Augen bahnt sich ihren Weg nach vorne. 

[Stufe 6] WUT – Willkommen! Wut ist gut, besser als das Gewinsel vorher, denn Wut bringt Energie. Ich möchte am liebsten gleich aufspringen, Zettel und Stift holen und einen gepfefferten Brief an alle Klamotten- und Ausrüstungshersteller schreiben, die mich immer wieder in dieses Gefühlsdrama zwingen. 

Immer wieder, seit ich genug Taschengeld hatte, um meine eigenen Klamotten zu kaufen.

Never ending Frust

Ich war nie schlank. “Das verwächst sich schon noch,” flüsterte die Kindergartentante in Richtung meiner Eltern, während sie mir ein Stück Semmel zusteckte. Aber es hat sich nicht verwachsen. Es ist höchstens GEwachsen. In alle Richtungen. Trennkost, FDH, regelmäßige Überwachungstermine beim Arzt, viele mahnende Worte am Essenstisch und nächtliche Heimlichfressattacken begleiteten mich meine ganze Kindheit und Jugend und haben mein Verhältnis zum Essen nachhaltig gestört.

Erst viel später, ich war schon Studentin und hatte mir mit der 100. revolutionären Diätmethode tatsächlich 15 kg runtergehungert, kam ich, immer noch weit übergewichtig, auf die Idee, Sport in mein Leben zu holen. 

Laufschuhe gekauft, alte Jogginghose und irgendein riesiges T-Shirt rausgekramt. Soweit alles easy. Nur ein Sport-BH fehlte. Und da ging sie los, die verzweifelte Jagd einer Dicken nach passender Abnehmkleidung. Den vorher erwähnten Gefühlsklimax durchlief ich einige viele Male, bis ich einen Sport-BH fand, der mir passte und gut saß. Die Erleichterung, dass man doch kein unförmiges Monster ist, das von der Textilindustrie nichts als verhöhnt wird, ist mir manchmal sogar fast schon peinlich. Puh, die Dicke hat doch was zum Anziehen gefunden… 

Wie absurd…

Die Absurdität des Ganzen wurde mir erst vor einigen Jahren bewusst, als ich mal wieder dabei war, 400 Regenjacken anzuprobieren (immer schwierig, weil kein Stretchanteil, der einem ein paar Kurven vergibt). Ich war dabei, mich auf eine Fernwanderung vorzubereiten, auf der ich über mehrere Wochen täglich zwischen 20 und 30 Kilometern laufen würde, mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken. Also Bewegung, Sport, Training. Alles, was einem von Abnehmprogrammen vorgepredigt wird. Doch wie sollen denn Leute motiviert werden, abzunehmen und sich sportlich zu betätigen, wenn es schon psychischer Folter gleicht, passende Sportbekleidung und Ausrüstung zu kaufen? Wenn man aus dem Outdoor-Fachhandel immer wieder mit leeren Händen zurück auf die Couch fällt, die dann halt doch so bequem und gemütlich ist, dass man es mit dem Bewegen vielleicht einfach wieder lässt?

Happy End?

Na ja, am Ende findet sich dann doch immer irgendwo etwas zum Anziehen. Meist passt es nicht zu 100%, die Farbe ist schwierig und das Material geht so. Auch werde ich öfter, als mir lieb ist, auf Outdoor-Discounter zurückgeworfen, die für alle Größen was dabei haben. Auf Kosten der Nachhaltigkeit, des Tierwohls und der sozialen Gerechtigkeit. Vielleicht sollte ich mich doch einfach dem Nacktwanderverein anschließen. Dann gibt´s kein Größendrama beim Klamottenkauf… 

Diese Zeilen liegen schon einige Jahre in der Schublade. Sie dann heute doch endlich mal ‘freizulassen’, ist durch mein letztes Online-Shopping-Erlebnis motiviert. Ich habe bei einem der größten Outdoor-Händler eine ganze Handvoll Thermojacken in den größten Größen, die vorrätig waren, bestellt (eine bunte Mischung aus 46 (meiner eigentlichen Größe), 48, XXXL und 4XL). Keine der Jacken ging auch nur ansatzweise zu und die meisten haben sogar manchmal nur gerade so meiner Frau gepasst, die normalerweise eine 40/42 trägt. Wie kann das sein???

Mein Text ist einfach nur subjektiv und wenig konstruktiv. Er soll nicht beraten, sondern vielleicht einfach nur ein bisschen Gefühl weitergeben. Ich möchte damit auch zum Austausch anregen. Wer von euch hat ähnliche Probleme beim Kleider- und Ausrüstungskauf? Welche Marken kennt ihr, die (ausreichend) große Größen produzieren? Also solche, bei denen eine 46/48 auch wirklich einer 46/48 entspricht und nicht eher einer 40/42? Vielleicht liest ja auch die eine oder andere Ausrüstungsfirma diesen Text und tut was dagegen. Schön wäre es, viel Hoffnung habe ich nicht. 

P.S.: Alle wohlgemeinten Tipps und Ratschläge, dass und wie ich doch abnehmen könnte, brauche ich hier nicht. Ich fühle mich mittlerweile gut mit meinem Körper, der mich jedes Jahr viele 100 Kilometer auf Wanderwegen bewegt, für mich in zwei Wochen einen Halbmarathon laufen wird und von meiner Ärztin als kerngesund attestiert wurde.

19 Kommentare zu „Zu fett zum Wandern? – Das Größen-Drama beim Ausrüstungskauf“

  1. Insta: Travel with Toller

    Ich verstehe so gut, was Du meinst. Mir geht es auch mein ganzes Leben so und hab zu allem Überfluss auch noch den Mörderbusen von Omma – nur werde ich nie Enkel haben, die ich an selbigen pressen könnte. Mein Hausarzt sagte mal mit tröstendem Ton zu mir „Sie und Ihr Stoffwechsel sind eben gemacht für Kriegszeiten und Hungersnöte“ Erst war ich beleidigt, dann musste ich lachen. Seitdem geht’s ein bisschen besser. Meine Outdoor Klamotten (obenrum 50/52) sind alle von Bergsson, Maier Sports, CMP und neuerdings hat auch Adidas große Größen im Programm.

    1. Anne von LittleRedHikingRucksack

      Was für ein Spruch von deinem Arzt! 🙈😁 Danke für die Markentipps! Von Maier Sports ist auch meine Regenjacke. 👍

  2. Liebe Anne,
    das Problem kenn ich, wenn auch eher in der Vertikalen. Mit 1,83 m ist es schwer Sachen zu finden, die Lang genug sind. Langärmlige Shirts gehen eigentlich nur mit Verlängerung und Daumenloch klar. Nicht, dass ich das so benutzen könnte aber dann geht das Shirt wenigstens bis zum Handgelenk. Generell ist Sportkleidung (aber auch z. B. Arbeitskleidung) wirklich gnadenlos. Passen Jeans gerne in der 36 oder 38 über meinen Hintern, geht Wandershorts gerne mal so in der 44. Absolut paradox! Oder die Teile sind mal lang genug aber schlackern einfach nur um den Körper. Und frauenspezifische Ausrüstung ist ja fast unmöglich. Schlafsäcke mit extra gefütterten Fußbereich … Aber da darf du max. 1,75 m sein!
    Rucksäcke mit geschwungen Schultergurten und speziellen Hüftflossen? Nee also die sind nur für kleine Rücken. Übrigens gilt das auch für Sport-BHs.
    Also ich fühle mit dir! Aber eine lange Suche ist meistens irgendwann erfolgreich.

    1. Anne von LittleRedHikingRucksack

      Oh, das stimmt. Zu lang darf man natürlich auch nicht sein… 🙄 Es nervt, dass alles immer an einer Norm klebt, der am Ende doch wieder kaum jemand wirklich entspricht…

      Danke für deinen Beitrag!

      1. Das Problem begleitet mich auch seit Jahrzehnten. Ich wünschte mir auch, die Modeschöpfer würden sich in ihrer Ausbildung mehr mit der menschlichen Anatomie beschäftigen.
        Jemand der 4 oder 5XL bestellt, weil er die Jacke sonst nicht zubekommt ist eben nicht automatisch 2,20 m groß.
        Ich habe einen tollen Regenmantel eines namhaften Herstellers. Er passt an Schultern und Bauch perfekt. Leider muss ich die Ärmel umkrempeln, wenn die Hände rausgucken sollen und die Taschen sitzen knapp überm Knie. Wenn ich mich so umschaue, liegt da ein riesiger Markt noch weitgehend brach und wartet nur auf findige Unternehmer, die willens und in der Lage sind, die Lücke zu schließen.

  3. Liebe Anne,

    mein Körper ist seit ich denken kann eher breit und ich entspreche nicht der von der Outdoorindustrie oder allgemein der Sportindustrie gesetzten Norm. Habe aber immer viel Sport in der Natur gemacht und kenne das Ausrüstungsproblem sehr gut. Dachte aber ich bin damit alleine.
    Während meines Studiums habe ich dann als Nebenjob bei einem Outdoorausstatter gearbeitet. Dort musste ich feststellen, dass nur sehr wenige Frauen in die Schnitte der Hersteller passen. Klar es gibt ein paar Marken, in die passt man dann schon rein – also mit viel Mühe – (Rab, The North Face, Patagonia, Marmot) aber selbst da ist die Auswahl begrenzt, vor allem wenn es um Regenbekleidung oder Isolationsjacken geht.
    Aber nach viel Suchen habe ich zumindest für das Schlafsack-Problem eine für mich echt gute Lösung gefunden. Der Nordisk Puk Egg Schlafsack für den Sommer und der Deuter Exosphere SL für den Winter. Beide sind an der Hüfte weit geschnitten und der Deuter ist mit Gummibändern und deshalb sehr elastisch an den kritischen Stellen.
    Außerdem habe ich Engelbert und Strauß für mich entdeckt. Eigentlich stellen die Arbeitskleidung her, aber mittlerweile auch Trekkingsachen. Die Jacken sind zwar nicht unbedingt für einen schweren Rucksack geeignet, aber für Isolation, Hose und Fleece ist das echt ne Option, finde ich.
    Danke für deinen Text und Liebe Grüße,
    Anna

    1. Anne von LittleRedHikingRucksack

      Liebe Anna,

      du bist auf jeden Fall nicht allein!!! Tausend Dank für deine Tipps und Empfehlungen. Der Eierschlafsack sieht toll aus 🙂 Und bei Engelbert und Strauß werde ich auch mal nachschauen.

      Ganz liebe Grüße!

      Anne

      1. Cindy Knakowski

        Hallo Anne,

        das Problem kenne ich auch zu gut. Muss immer ne Nr. Größer nehmen und die gibt es bei den meisten Anbietern nicht. Dann sind die Hosen an den Beinen knalleng und stehen dafür am A… ab, von der Bewegungsfreiheit mal ganz abgesehen.
        Hab jetzt Beyond nordic (Schweden) entdeckt, die wenigstens bis 48 anbieten und sich auch wirklich gut tragen lassen.
        Habe mich schon so oft gefragt, ob die Outdoorindustrie davon ausgeht, dass wir mit Übergewicht uns nicht bewegen, geschweige denn Wandern gehen.
        Mein Mann hatte das Problem mit dem Schlafsack auch. Deshalb hat er den Frilufts Pacaya 0 (in Eiform). Ich habe mich wegen des Gewichts für einen Quilt von GramXPert entschieden. Hasse dieses gequetschte Gefühl im Schlafsack.

        Liebe Grüße
        Cindy

  4. Liebe Anne,

    du sprichst mir aus der Seele.
    Ich brauche hüftabwärts immer 1-2 Größen mehr als obenrum. Gerade bei Regenjacken ist das extrem schwierig. Entweder ich bekomme sie unten nicht zu oder sie sitzt oben wie ein Sack und die Ärmel muss ich zur Hälfte umkrempeln.
    Aber offenbar bin ich mit solchen und ähnlichen Problemen überhaupt nicht allein. 😀
    Daran dass ein Schlafsack nicht passen könnte hätte ich im Leben nicht gedacht. Aber dank dir werde ich das vor meiner ersten Schlafsacktour diesen Sommer auf jeden Fall testen.
    Nichtsdestotrotz habe ich durch das Wandern meinen Körper lieben gelernt. Alle Selbstzweifel diesbezüglich habe ich über die Jahre einfach weggelaufen. Was zählen schon 20 Kilo Übergewicht wenn man sich mit eigenen Füßen auf den Gipfel eines Berges gekämpft hat.

    Liebe Grüße und vielen Dank für deinen Blog
    Denise

    1. Hallo,
      Vielen Dank für deinen Bericht. Meine Problemzone ist der Bauch, es ist fast unmöglich eine passende Sportleggings zu finden, mit der man ins Fitness Studio gehen kann. Ich bin letztlich bei einer Schwangerschaftshose gelandet, da alle anderen Hosen sich bei Bewegung hinabrollen und den Bauch freilegen.
      Was mich dazu noch nervt ist der horrende Preisaufschlag für Kleidung in Übergrößen, und das beim Sport die Übergröße bereits bei Gr. 42/44 anfängt, für Alltagskleidung jedoch erst bei 48. Modische Sportkleidung zu finden grenzt an ein Wunder, optisch gleicht man dann oft einer Frau im Rentenalter, die mit ihrem Gatten Partnerlook trägt.
      Übrigens: dein Foto mit der Stepjacke zeigt eine normale Frau, der ich nicht einmal Übergewicht zugeschrieben hätte.
      Viele Grüße Stefanie

  5. Hey,

    Schön einen Artikel darüber zu lesen, wir Männer bekommen da offenbar bessere Angebote von den Herstellern. Auch in meinem Bekanntenkreis haben viele Frauen ähnliche Probleme mit der Ausrüstung.
    Für mich ist das Mal wieder ein Zeichen wie weit weg wir leider immer noch von einer Gleichberechtigung und -behandlung entfernt sind.
    Ich wünsche weiterhin viel Spaß auf tollen Touren, es ist einfach so ein schönes Hobby und das sollte jede*r offenstehen!

    Liebe Grüße Sepp

  6. Moin!
    Danke für diesen herzerfrischenden Artikel, bei dem ich durch den sehr guten, persönlichen Schreibstil sensorisch mitgehen konnte, auch beim Nacktwandern 😉 Mein Körper weigert sich auch, sich in irgendwelche Normen pressen zu lassen. Darüber vergesse ich phasenweise beinahe, wie treu er mir all die Jahre zu Diensten ist, gerade als sensitiver Anzeiger für meine individuellen Bedürfnisse. Ich finde es im doppelten Sinne großartig, wie du deine Wege gehst, sie mit uns teilst und dadurch wichtige Dinge, wie konstruktive Solidarität in den Fokus rückst. Newsletter ist abonniert. Liebe Grüße Iris

  7. Moin Moin,

    Toll ist es auch, wenn man als Frau dann noch 1,84 gross ist, dann kann man nur noch in die Herrenabteilung gehen, da finde ich dann manchmal etwas, nicht schön, aber das ist mir mittlerweile dann auch wurscht. Ich habe zwar in den letzten 2 Jahren 30 kg abgenommen, aber bei Damenblusen oder Shirts sind die Ärmel so eng genäht, dass ich immer eine oder 2 Größen größer kaufen müsste, in der Länge wird aber auch gespart. Es wird eben überall gespart, auch an Stoff und Nähmaterial. Trotzdem, rut mit dem Moors an de Fröhjahrsluft und genießt die Natur

  8. Hallo Anne,

    auch mir sprichst Du aus der Seele, allerdings mag ich wandern gar nicht, aber ich fahre sehr sehr viel Rad und auch dort gibt es die gleichen Probleme mit passender Kleidung. Gerade in Zeiten von extrem stark steigenden Zahlen EBikerinnen wäre es sinnvoll, nachhaltige Kleidung in großen Größen anzubieten. Ich hatte schon die Idee, selber eine Firma zu beauftragen Funktionskleidung produzieren zu lassen, selbstverständlich fehlt mir dafür das Geld. Ich trage dann auch eher sie zu großen Sachen aus der Herrenabteilung.

    Gruß Silke

    PS: Ich schließe mich Denise Meinung an, ich hätte dich nicht als sehr übergewichtig eingestuft.

  9. Hallo Ihr Alle mit Euren Problemen, ich habe eigentlich Gr.42, bzw. M bis L . Bei mir sind grundsätzlich Arme und Beine der Sachen zu lang, bzw.zu eng. Manchmal denke ich schon, das die Sachen für dürre, Superlänge Gliedmaßen gemacht sind und nicht für Ottonormal. LG Heike

  10. Ich bin w, 1,83 m. Zwischendurch war ich bei 100 kg, Größe 48 oder XXXXL, je nach Hersteller.

    Selbst wenn ich Klamotten gefunden habe, die in der Weite passen, sind sie garantiert zu kurz. Und Sachen, die zu kurz sind, sind noch enger, weil die schmalsten stellen z.b. an den Beinen nach oben rutschen, wo diese mehr Umfang haben.
    Langgrößen bei Schöffel: bis Größe 44. Danke für nichts.

    Männersachen würden in der Länge passen, sind aber vor allem um die Hüften zu schmal.

    Männer-Sportklamotten gibt es übrigens bis 37XL, für Frauen ist meist bei L oder XL Schluss. Warum eigentlich?
    Ich hatte eine Fahrradjacke von Löffler in Größe 48 an, bzw bin nicht weit gekommen. Keine Chance für die Arme -das Löffler-modell für Größe 48 würde ich ja gern mal sehen.

    Das Thema geht bei Schuhen weiter. Als erstes will jeder Schuhladen als erstes mein Geschlecht wissen. Um mir dann eine Mini-Auswahl an Damen-Sportschuhen in Größe 42 zu präsentieren. Wie wäre es mit einer Abfrage der Fußlänge und -Breite?

    Ich bin echt schwer genervt vom Sportklamotten-Angebot, obwohl ich inzwischen 15 kg los geworden bin.

  11. Das kenne ich auch. So ähnlich jedenfalls: Ärmel und Hosenbeine immer zu kurz oder – für Frauen – unförmige Herrensachen kaufen. Schuhe: „die Größe haben wir nur für Herren!“ 😡 Dann natürlich in k(h)a*c*k(i)farben oder – was bleibt mir anderes übrig – schwarz und viel zu weit. 🤷🏼‍♀️😂
    Tja, 188 cm und ich habe mich mit 13 Jahren dagegen entschieden Pillen einzuschmeißen, damit ich nicht 1,75 – 1,80 m (Vorhersage der Ärzte) groß werde. Kann halt nicht jeder ins System passen 🤙🏻

  12. Hallöchen!

    Puh, ich kenne das auch. Es ist frustrierend! !

    Ich bin zu klein- auch hier ist kaum was Passendes zu finden. Und für die Kinderabteilung sind Popo und Hüften zu rund. Außerdem mag ich diese aufgestickten Schmetterlinge nicht soooo sehr. Oder niedliche Aufschriften- stehen einer fast 40 jährigen auch nicht so zu Gesicht, hihi.

    Bei mir wurschteln sich z.B. Jacken gern am Kragen, so dass ich fast eine Nackenstarre kriege….
    aber ich schweife ab.

    Ich mach das so: kaufen, was am ehesten passt und dann ab zur Änderungsschneiderei:
    Hosen kann man kürzen, man kann in der Taille wegnehmen und dazu geben (Hosenkeil), Ärmel lasse ich auch kürzen.
    Sogar Taillenbänder können eingenäht werden bzw. es kann auch hier weiter gemacht werden.
    Man hat dann ein maßgeschneiderstes Teil. Und das ist dann schon ziemlich nah dran, an: alles richtig.

    Mich nervt das nämlich total, wenn ich, statt die Tour zu genießen, ständig an allem herum zippe und zappe und verrutschte Schichten zurechtrücken muss.

    Anni

  13. Du schreibst auch mir aus der Seele…
    Ich habe inzwischen endlich eine Hose in der ich mich wohl fühle (Maier), aber Shirts immer noch nicht.

    Die meisten sind an der Taille weit und an Hüfte und Bauch eng, das sieht unmöglich aus. Oder einfach viel zu kurz, ist auch so ein Klassiker

    . Gefunden habe ich bisher von Vaude das Basic Shirt, das wird nächste Woche auf dem Camino Frances getestet. Geliebt habe ich die Shirts von Hermko, aber die werden in großen Größen nur noch in schwarz und weiß hergestellt, beides keine tauglichen Farben.

    Zum Glück gibt es inzwischen überhaupt Shops, die große Größen anbieten, als ich 2017 meine Erstausstattung gekauft habe musste ich größtenteils auf Männerkleidung zurück greifen. Zumindest Größe 48 bekommt man bei Decathlon, Mountain Warehouse und vereinzelt eben auch Vaude und Maier. Als Shop sei natürlich noch Outdoor-Renner genannt. Sind nicht alles unterstützenswerte Unternehmen, aber ich bin ja erstmal dankbar dass es überhaupt da ist.

    Apropos: Rucksäcke kaufen ist auch toll. Dem überforderten Verkäufer erklären man suche einen bei dem der Bauchgurt sich schließen lässt… das war auch ein großer Spaß

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