Packliste mit Zelt.
ausrüstung

Packliste Trekking mit Zelt

Eine ganz private Führung durch mein kleines rotes ‚Zuhause‘ für unterwegs. In dem steckt dann natürlich noch das andere Zuhause drin. Mein Zelt nämlich. Und noch ganz viel anderer Kram. Aber seht selbst.
*Kleiner Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du etwas über diese Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Aber keine Angst, DU musst keinen Cent mehr bezahlen.
Zelten auf dem West Highland Way. Packliste Trekking mit Zelt

Zelten auf dem West Highland Way.

DER RUCKSACK

Er gehört definitiv zu den essentiellen Dingen bei einer Wanderung. Egal wie lang.
Was nützt schließlich eine lange Packliste, wenn du nichts hast, wo du das alles reinstopfen kannst.
Und deshalb solltest du dich auch gut mit dem Thema Rucksack auseinandersetzen. Geh in ein Fachgeschäft und lass dich beraten. Dort gibt es gepackte Rucksäcke, die du auch mal ein paar Minuten durch den Laden tragen und testen kannst, ob er gut sitzt und sich für dich bequem tragen lässt. 
Jeder hat seine Präferenzen, wenn es um den perfekten Rucksack geht. Für mich sind diese Punkte besonders wichtig:
  • integrierter Regenschutz
  • seitliche Taschen für Flasche, Stöcke etc.
  • (verstellbares) Deckelfach, unter das ich auch mal eine Jacke stopfen kann
  • bequeme gepolsterte Gurte (Schulter-,Brust-,Hüftgurte)
  • die Farbe (rot) 😃

Die große Frage ist immer die nach der Größe.

Wenn du mit Zelt unterwegs bist, brauchst du natürlich mehr Platz als bei einer reinen Hüttentour.

Du solltest dir vor der Rucksackwahl also einige Fragen stellen und dir vor allem die Antworten darauf ordentlich durch den Kopf gehen lassen.

  • Wohin soll die Wanderung gehen? Wie sind da Klima und Wetter? Dicker Schlafsack oder reicht ein Seideninlett?
  • Bin ich allein unterwegs oder gibt es einen (Trage-)partner, mit dem ich z.B. das Zelt und ‚Küchenzubehör‘ teilen kannst?
  • Möchte ich alle Mahlzeiten aus dem Rucksack zaubern oder vielleicht nur das Frühstück am Zelt genießen und ansonsten in Restaurants gehen? Kochen oder kalte Küche?
  • Gibt es überhaupt Einkehrmöglichkeiten?
  • Und wie sieht´s mit Einkaufsmöglichkeiten aus? Muss ich Proviant für die komplette Tour dabeihaben oder kann ich zwischendurch auffüllen?
  • Gleiche Frage zum Thema Wasser. Wird es Streckenabschnitte geben, in denen ich mehrere (viele) Liter Wasser bei mir haben muss, weil es keine sicheren Quellen gibt oder es sehr heiß ist?

Das sind mal ein paar Ideen, was du dich so fragen könntest. Die vielleicht wichtigste Frage habe ich aber vergessen:

Wie viele Kilos KANN ich überhaupt schleppen? Berge hoch und wieder runter und das über mehrere (eventuell auch sehr viele) Tage.

Meine magische Grenze ist hier 15kg (inkl. Essen und 1 Liter Wasser). Mehr geht (und muss) sicher auch mal, möchte ich aber nicht. Dann macht es mir keinen Spaß mehr. Das sieht natürlich bei einem Mann mit 190cm und 100kg ganz anders aus. Aber ganz ehrlich, ich gaube auf einer normalen Trekkingtour, bei der du alle 5-6 Tage Proviant nachkaufen kannst, ist für keinen mehr als 15-20kg nötig.

Ich persönlich habe einen 50(+10) -Liter Rucksack, meine Frau ist sogar mit 45 Liter unterwegs. Allerdings teilen wir uns das Zelt und einige ‚Küchengegenstände‘. Meinen alten Tatonka Baikal 50 gibt es leider nicht mehr, aber ich kann den Tatonka Yukon 50+10* empfehlen, der kommt mit vielen praktischen Extras (z.B. einen Handgriff vorne und hinten oder ein Erste-Hilfe-Fach). Solltest du häufig mit deinem Rucksack fliegen , so ist das Packsackregencover-Dings von Tatonka* auch sehr praktisch. Wenn du den Reißverschluss schließt, sind alle Schnüre und Gurte sicher verpackt und nichts kann beim Transport abreißen.

SCHLAFKOJE

Schlafen. Ein anderes großes Thema.

Wenn du mehrere Tage einen schweren Rucksack über viele Kilometer durch die Gegend trägst, brauchst du guten, ruhigen und erholsamen Schlaf.

Ich persönlich finde den am besten in einem Zelt auf einer bequemen Luftmatratze in einem kuscheligen Schlafsack. Da hat aber jeder so seine eigenen Präferenzen. Unter einem Tarp, im Biwaksack oder gleich wie ein Cowboy unterm Sternenhimmel.

Wir haben uns erstmal aus Budget-Gründen für das günstige Quickhiker 2 von Decathlon entschieden. Das ist allerdings mit 3kg recht schwer und für Solotouren nicht so geeignet. Viel leichter und immer wieder empfohlen ist das MSR Hubba Hubba NX* für eine Person oder zwei Personen*

 

Beim Schlafsack haben wir uns nach langer Recherche für Kunstfaser entschieden, da wir doch häufig in regenreichen Gegenden unterwegs sind und Daunen bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell verklumpen und damit ihre Isolierleistung einbüßen.
Wir wollten auch nicht sooo viel ausgeben und haben letztendlich bei der neuen Globetrotter -Hausmarke einen Schlafsack gefunden, bei dem Preis und Leistung für unsere Bedürfnisse gepasst haben. Der Frilufts Dore Holm M hält auch bei Touren um den Gefrierpunkt schön kuschelig warm und Packmaß und Gewicht sind erträglich. 
Das wichtigste bei niedrigen Temperaturen ist die Isolierung von unten.
Jahrelang hatten wir eine riesige (Packmaß) mit Schaum gefüllte selbstaufblasende Isomatte. Die stand definitv nicht zur Debatte, als es darum ging, mit Rucksack und Zelt loszuziehen. Auch zu diesem Thema wurde im Internet schon viiieeel geschrieben, gestritten und empfohlen.
Ich kann nur für mich sprechen und sagen, dass die aufblasbaren Luftmatratzen  eine Offenbarung waren. Ich habe selten bequemer gezeltet und weniger mit mir rumgeschleppt.
Es gibt viele Anbieter, wir haben uns für die Exped Synmat UL 7M* entschieden. Zusammengerollt kaum größer als eine 1-Liter-Flasche und definitiv leichter (als ein gefüllte Flasche). Raschelt auch nicht zu stark und isoliert zuverlässig. Und darauf schlafe ich wie ein Baby. Dazu brauchst du am besten noch einen Pumpsack, weil die feuchte Atemluft im Inneren der Matte schimmelt und in kälteren Regionen gefriert und somit die Isolierleistung mindert.
Ich persönlich brauche auch immer ein kleines Kissen zum Schlafen. Natürlich kannst du auch in paar Kleider in einen Packsack stopfen, aber das Cocoon UL Travel Pillow*  ist aufblasbar und superleicht.

SCHUHREGAL (& Co.)

Der Natur begegnen. Sich selbst begegnen. Vielleicht auch dem einen oder anderen Tierchen.
Das alles tust du beim Wandern. Und das alles tust du zu Fuß. Und dafür brauchst du gute Schuhe.
Geschafft! Packliste Trekking mit Zelt

Geschafft!

Viel wird diskutiert über dieses Thema. Es wird mit Markennamen um sich geworfen, die besten Sohlen, die besten Socken, das beste Profil, das geringste Gewicht, kriegst du Blasen oder nicht? Es gibt viel zu sagen.
Und dann auch wieder ganz wenig.
Schuhe müssen DIR passen. Das heißt, du musst sie anprobieren. Und dazu gehst du am besten in ein Fachgeschäft

Auch hier ist natürlich das Gelände relevant. Bei Hochgebirgstouren brauchst du anderes Schuhwerk als bei Wanderrouten, die über gut zu gehende Wege verlaufen und weniger Trittsicherheit erfordern. Auf den Fernwanderwegen dieser Welt wird meistens nur noch in leichten Trailrunning-Schuhen gegangen. 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Schuh stabil sein muss, aber er sollte nicht wie ein Klotz an deinem Fuß hängen. Ich habe mal von einer Regel gehört: ‚1kg an deinem Fuß sind 5kg auf deinem Rücken.‘ Ob das so genau stimmt, weiß ich nicht, aber du solltest nicht nur Gewicht beim Rucksack sparen.
Alles andere musst du selbst herausfinden, am besten mit einem guten Schuhverkäufer
Ich habe ziemlich breite Füße und deshalb kommen einige Marken für mich nur bedingt in Frage. Ich mag auch keine Schuhe mit einem zu hohen und zu enganliegenden Schaft. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Schuhen von Merrell* gemacht.
Die Socken sind ebenfalls eine Wissenschaft für sich. Richtige Wandersocken sind schon eine feine Sache, weil sie an den richtigen Stellen gepolstert und nicht schon nach den ersten Tage durchgelaufen sind. Je nach Länge deines Weges solltest du in 1-2 Paar Socken investieren.
Und ganz wichtig: Die müssen auch eingelaufen werden!
Ich bevorzuge übrigens kurze Wandersocken* , die nicht die halbe Wade bedecken. Aber das kommt auch immer auf die Schaftlänge deiner Schuhe an.
Beim Thema Stöcke scheiden sich die Wandergeister… Ich bin viele Jahre ohne Stöcke gelaufen, aber seit meinem letzten Camino (del Norte) bin ich ein Fan. Ich hatte Knieprobleme und sie haben mir meinen Weg gerettet. Aber wenn du noch nie mit Stöcken unterwegs warst, probier es erstmal aus, ob das was für dich ist.
Wenn es dir gefällt, empfehle ich dir die von Black Diamond*. Sie sind (relativ) leicht, haben superpraktische Klemmverschlüsse und der Preis ist echt ok.
So schön das Laufen auch ist, das Ankommen ist ein wichtiger Teil davon.
Und dann die Schuhe ausziehen.
Für die Abende am Zelt ist es schön ein paar leichte Schuhe oder Schlappen zu haben. 
Ich bin jahrelang mit FlipFlops unterwegs gewesen. Vor Kurzem habe ich aber die Ultraleicht-Latschen von Birkenstock*  entdeckt. Die wiegen fast nichts und haben den Vorteil, dass du sie mit Socken gut tragen und selbst mit müden Füßen noch bequem längere Strecken gehen kannst. Und für die Dusche funktionieren die auch! Solltest du etwas Stabileres suchen, dann empfehle ich dir die Camping-Traktoren von Crocs.

KLEIDERSCHRANK

Tja, und was ziehen wir heute an?
Exakt das Gleiche wie gestern.
Beim Thema Kleidung sind viele ein bisschen ratlos und es ist auch wirklich eine Überwindung, nur WENIG einzupacken, aber es geht nicht anders.
Du brauchst zwei Garnituren mit Kleidung, in der Abendgarnitur kannst du auch schlafen. Und wenn du Glück hast, kommst du zwischendurch mal an einer  Waschmaschine vorbei und kannst ab und zu einfach mal deinen kompletten ‚Kleiderschrank‘ waschen (je nach Länge deiner Tour).

 

Ich habe meine Kleidung in den letzten Jahren Schritt für Schritt auf Merinowolle umgestellt. Auch meine Zipp-Off-Wanderhose musste einer Merino-Laufleggings weichen. 
Und ich bin immer noch total fasziniert von diesem Material. Schon toll, was die Natur so kann. Merino wärmt und kühlt, die Kleidung stinkt (wirklich!) nicht und trocknet schnell.
Aber achte beim Kauf darauf, dass die Firmen ihre Wolle von Zulieferern beziehen, die auf Mulesing verzichten. Meine hier empfohlenen Produkte kommen von Icebreaker oder Dilling, beides Firmen, die diese schreckliche Praktik nicht unterstützen.
Soweit die untere Schicht. Ich habe immer auch noch eine Fleecejacke dabei, wenn es kalt wird. Je nach Klimazone zusätzlich eine leichte Daunenjacke. Aber was kommt obendrüber, wenn´s regnet? Die erste Idee für viele Wanderer ist der Poncho. Hat auch sicher was für sich, schneller Rundumschutz und auch der Rucksack ist gut eingepackt.
Als laufendes 2-Mann-Zelt hast du dann aber auch den größtmöglichen Windwiderstand und das Laufen wird zum Riesenkraftakt.
Das Ding nervt. Also mich zumindest.
Ich habe mich deshalb gegen meinen Poncho entschieden und laufe nur mit (dünner, atmungsaktiver) Regenjacke* und, wenn´s ganz feucht wird, mit Regenhosen* (komplett aufzippbar für einfacheres Anziehen).
Der Rucksack bekommt seinen eigenen Regenschutz (bei mir schon integriert). Ein großer schwarzer Müllsack  zum Auskleiden des Rucksacks schützt deine Sachen, auch wenn der Regen sehr hartnäckig ist.
Ich packe ansonsten alles in wasserfeste, leichte Kompressionspacksäcke*.
Ich habe immer auch einen Sack mit  mit allem, was ich zum Schlafen brauche (evtl. Nachtklamotten, Schlafsocken, Ohropax, Kindl, Taschenlampe, etc…). Das ist sehr praktisch, weil du beim Auspacken direkt deinen Nachtsachensack ins Zelt werfen kannst und nicht mehr lange suchen musst, wenn du im Dunkeln in den Schlafsack krabbelst.
Besuch am Zelt. Packliste Trekking mit Zelt

Besuch am Zelt

Komplette Liste 'Kleiderschrank'

BADEZIMMER

Die Waschtasche zu packen fällt oft schwer.
Was brauche ich wirklich? Shampoo? Duschgel? Haarspülung? Bodylotion? Gesichtscreme?
Generell gilt die Regel: Wenn du es tragen möchtest, dann pack es ein. Aber denk vorher kurz nach.
Versuche, Produkte zu finden, die nicht nur einem Zweck dienen. Du brauchst vielleicht nicht eine Tagescreme und dann noch eine andere für die Nacht. Wenn du im Sommer unterwegs bist, ist die Sonnencreme für alles gut. Besorge dir am besten eine, die auch für das Gesicht geeignet ist. Diese hier* war meine Entdeckung des Jahres  (und ich HASSE eincremen). Zieht schnell ein, klebt nicht und ist schweißresistent. 
Zum Duschen (auf dem Campingplatz) und Waschen gibt es All-In-One-Trekkingseife*, die auch biologisch abbaubar ist. Trotzdem solltest du sehr sparsam damit umgehen und die Seife nicht in der Nähe von Trinkwasserquellen benutzen. Mit der kannst du auch mal ein paar Kleidungsstücke durchwaschen. 
Ich gönne mir auch eine leichte Klappbürste*, weil ich sonst mit Dreadlocks zurückkommen würde. 
Toilettenpapier nicht vergessen und vor allem nicht vergessen, auch das BENUTZE Papier wieder einzupacken und nur im Notfall zu vergraben. ‚Leave no Trace‘ ist die Devise, auch in Wander- und Schutzhütten. Oder gleich diese Alternative hier benutzen. 
Als Frau kommt noch das monatliche Menstruationsproblem dazu. Ich möchte auf gar keinen Fall mehr auf meine Menstruationstasse* verzichten. Seit fast 10 Jahren meine treue Begleiterin im Alltag und unterwegs.
Komplette Liste 'Badezimmer'

APOTHEKENSCHRÄNKCHEN

Apotheken gibt´s eigentlich überall, aber wenn du mehrere Tage in der Wildnis unterwegs bist, ist ein gutes Erste-Hilfe-Set Pflicht. Generell solltest du folgende Punkte abdecken, aber da hat ja jeder so seine eigenen ‚Problemzonen‘, die es zu versorgen gilt.
  • für die Füße: Compeed und Leukoplast
  • für Wunden/wunde Stellen: Mullbinde, Kompresse, Beta Isodonna (Desinfektion), Bepanthen
  • gegen Schmerzen: Ibuprofen (für innen), Diclofenac-Salbe (für außen)
  • gegen Allergie: Antihistamine

Abgesehen von den Medikamente, lohnt sich vielleicht auch die Anschaffung eines fertigen Erste-Hilfe-Sets, dass du einfach bei allen Draußen-Aktivitäten in den Rucksack packen kannst. Ich finde dieses hier* ziemlich gut und vollständig. Dazu dann noch ein paar Blasenpflaster und Tabletten. Fertig!

Komplette Liste 'Apothekenschränkchen'

KÜCHE

 
Ich liebe Kochen.
Und ich liebe Küchengeräte und -zubehör. Beim Wandern muss ich das allerdings auf das Nötigste beschränken.
Die Wahl deiner Verpflegungsart bestimmt natürlich die benötigten Kochutensilien. Es gibt Wanderer, die sich für ein paar Tage einfach kalt ernähren, andere schleppen ganze Topfsets und aufwendige Kochsysteme mit sich rum, um morgens auch mal ein Ei braten oder Kartoffeln zum Abendessen kochen zu können.
Wir haben uns für eine minimalistische, aber warme Versorgungsvariante entschieden.
Wir haben nur Essen dabei, dass einfach mit heißem Wasser aufgegossen werden muss. Deshalb brauchen wir weder Töpfe noch Geschirr (außer Trinkgefäße). Einzig unser wunderbares Wasserkesselchen und ein bisschen Besteck.
Da wir meistens aus ZipLoc-Tüten essen (die wir wieder mit nach Hause nehmen, abwaschen und wiederverwenden, wenn möglich), ist ein langer Löffel* sehr praktisch. Mein Herzensmesser ist natürlich auch dabei und noch ein Berghaferl* zum Trinken.
Trekking-Küche. Packliste Trekking mit Zelt

Trekking-Küche

Wasser ist beim Wandern mit Zelt ein Thema, mit dem du dich unbedingt schon vor dem Loslaufen beschäftigen solltest.
Wo gibt es Quellen? Wie weit sind die auseinander? Kannst du das Wasser so trinken? Oder brauchst du einen Filter
Wir haben immer den Sawyer Mini-Filter* dabei, der tut, was er soll und ist preiswert und klein. Dazu gibt es noch 1-2 Platypus-‚Flaschen‚* (gerne auch eine etwas größere für die Wasserversorgung am Schlafplatz (Hände waschen, Zähne putzen etc.)).
Für das Käffchen am Morgen oder den heißen Tee am Abend brauchst du aber nicht nur Wasser, sondern auch einen Kocher. Wir sind relativ klassisch mit einem Primus-Kocher für Schraubkartuschen* unterwegs. Als Windschutz benutzen wir eine faltbare Variante*. Zum Thema Kocher gibt es aber diverse Abhandlungen und auch hier kommt es wieder auf Klima und eigene Präferenzen an. Und ganz wichtig (aus eigener Erfahrung): VERGISS DAS FEUERZEUG NICHT!!! Am besten eine Sturmvariante, dann kannst du auch bei steiferer Brise dein Feuerchen entzünden.

BÜRO

Ich mag Technik. Ja, da bin ich ein bisschen ein Nerd. Aber ich versuche das beim Wandern auf das Wichtigste zu beschränken.
Wegen des Gewichts.
Und wegen der inneren Einkehr.
Meinen allerersten Camino  bin ich nur mit einem ganz alten Klapphandy für Notfälle gegangen. Kein Internet. Das war gut.
Bei meinen weiteren Wegen habe ich dann aber doch mein Smartphone mitgenommen. Ein bisschen Kontakt zur Außenwelt fehlt mir sonst halt doch… 
Zum Aufladen des Handys habe ich eine (kleine) Powerbank*, die für 1-2 Ladungen reicht. Ansonsten heißt es hier ‚Sparen, sparen, sparen‘. Am besten geht das im Flugmodus. Wenn du dein Handy zur Navigation benutzt, musst du natürlich eine entsprechend größere Powerbank dabei haben.
Als kleinen Luxus nehme ich immer mein Kindle* mit. Ich liebe es, abends im Schlafsack zu den Geräuschen der Natur noch ein paar Seiten zu lesen. 
Als Lichtquelle ist eine Stirnlampe* hilfreich. Da hast du die Hände frei zum Kochen, Essen, Zeltaufbau, Lesen und natürlich ist sie praktisch, wenn du Lust auf Nachtwandern hast und der Mond nicht hell genug scheint.
Komplette Liste 'Büro'

RUMPELKAMMER

Jetzt wird´s gefährlich.
Klamotten sind rausgesucht, Zelt und Schlafsack sind verstaut, Waschtasche und Reiseapotheke sehr minimalistisch gepackt, sogar bei der Technik hast du auf einiges verzichtet.
Und dann ist noch Luft im Rucksack.
Und dann kommt vielleicht auch ein bisschen Panik auf.
Tagebuch hast du. Stift fehlt noch. Ach, doch lieber 2 Stifte. Und vielleicht noch ein Tuch für die Anreise? Und Handschuhe und Mütze? Und so einen Geldsicherheitsgürtel hast du auch noch irgendwo? Man weiß ja nie! Und das Stativ für die Kamera? Wiegt doch nun auch nicht die Welt, die paar Gramm… Ach ja, und der Regenschirm!!! Aaaahhhhhhh!!!
— STOPP!!! —
Du musst stark sein.
Nur das einpacken, was du vorher auf deine Liste geschrieben hast.
Und wenn noch Platz im Rucksack ist? Super! Du willst ja auch noch Wasser und Essen einpacken. 
Hier kommt trotzdem ein ganz kurzer Einblick in meine Rumpelkammer, was immer doch noch mitkommt:
  • Nadel und Faden – brauche ich auf jeder Reise mindestens einmal
  • Jutebeutel – das Handtäschchen für´s Abendvergnügen und die Shoppingtour
  • Sonnenbrille und Sonnenhut – mag beides nicht besonders, aber ist Pflicht, wenn du Frühling bis Frühherbst unterwegs bist
  • Notizheft und Stift – Tagebuch, Adressen, Ideen, Gedanken
  • Wanderführer und Kartenmaterial 
Komplette Liste 'Rumpelkammer'
  • Expanderwäscheleine*
  • Nadel/Faden
  • 2-3 Ziploc-Tüten
  • 1 Jutebeutel
  • Sonnenbrille
  • Sonnenhut
  • Notizheft
  • Stift
  • Tape
  • Wanderführer und Kartenmaterial
  • Kompass 
So, das war´s dann auch schon.
Ich habe mit dieser Packliste dann meistens um die 8kg auf dem Rücken, variiert immer ein bisschen je nach Region und Klima. Dazu kommen dann noch Wasser und Snacks.
Es geht natürlich immer leichter, aber für mich ist das die Wohlfühlpackliste, bei der ich nicht auf zu viel verzichten muss, ohne meinen ganzen Hausrat mitzuschleppen.
Aber ich lese gerne deine Anregungen, Erfahrungen und Fragen zum Thema ‚Packen und Tragen‘. Immer her damit! 😃 
Teile diesen Beitrag

    2 Comments

  1. Ich staune immer wieder über das Gewicht von 15kg. Respektive um diesen Dreh herum. Ich trage jedesmal zwischen 20 und 25 Kilogramm mit mir herum und komm nicht drauf, wo ich einsparen könnte. Gut, Leggings stehen mir nicht, daher bevorzuge ich eine richtige Hose 😉 Dafür verzichte ich auf Kopf- und Pumpkissen. Auch habe ich nur ein paar Schuhe. Vielleicht wiegt auch mein 70-Liter-Rucksack ein wenig mehr.
    Seit 5 Jahren versuche ich dem Phänomen meines schweren Rucksacks auf den Grund zu gehen und trage immer wieder dasselbe Gewicht mit 🙂
    Jedenfalls danke für Deine Liste, werde vielleicht einmal einen 1:1 Vergleich machen.

    Antworten

    • Anne von LittleRedHikingRucksack

      Hey Roman,

      ich glaube, dass es ganz oft am „Kleinkram“ liegt. Und tatsächlich am Rucksack selbst. Kleiner Tipp: Besorg dir dich einfach mal einen kleineren Rucksack (50-55l), dann kannst du nicht so viel mitnehmen und es wird trotzdem alles Wichtige reingehen, versprochen! 🙂

      Liebe Grüße, Anne

      Antworten

Dein Kommentar

2 + zehn =

FOLGE MIR...

Zwischen Rowardennan und Inversnaid

ÜBER MICH

Hey! Ich bin Anne und freu mich total, dass du auf meinem Blog gelandet bist. Hier findest du Eindrücke und Erlebnisse von meinen großen und kleinen Ausflügen zu Fuß. Dazu noch ein paar Erfahrungen mit Ausrüstung, Ernährung und allem, was zum Wandern gehört.

Und nicht vergessen: einfach mal loslaufen!

Ich würde mich sehr freuen, von dir zu hören!

Lies mehr…

Lust auf Post aus dem Rucksack?

Trag dich hier ein, wenn du lesen möchtest,

was es Neues bei mir gibt.

Teile diesen Beitrag