Wandern mit Partner - Titel
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8 Tipps zum Wandern mit Partner

Als ich das erste Mal ganz alleine losgezogen bin, hatte das einen Grund: Ich wollte mich und meine Grenzen testen, wollte spüren, was ich kann und wollte nur für mich allein verantwortlich sein.
Allein auf Wanderschaft zu gehen ist eine Herausforderung. Aber nicht immer muss es der große Kampf mit sich selbst sein. Auch zusammen mit anderen kannst du wunderbar neue und inspirierende Erfahrungen machen. Und lass dir nicht einreden, dass Wandern mit Partner nur was für Weicheier ist 😃
Es ist allerdings gar nicht so leicht, die richtige Wanderbegleitung zu finden. Ich habe das große Glück, meine perfekte Wanderpartnerin gefunden und sogar geheiratet zu haben ♥ . Aber es muss ja nicht immer gleich der Bund fürs Leben sein.
Freunde, Kollegen, Kommilitonen, Nachbarn, Kegelschwestern und Tresenkumpels. Die Auswahl an potenziellen Begleitpersonen zum Wandern mit Partner ist groß. Doch wer vielleicht die perfekte Begleitung zum Kaffeeklatsch ist, muss nicht auch auf dem Berg gut zu dir passen. Und das sollte dir möglichst schon vorher klar sein.
Du musst deinen Wanderpartner nicht gleich heiraten - aber klappen sollte es zwischen euch. Wandern mit Partner

Du musst deinen Wanderpartner nicht gleich heiraten – aber klappen sollte es zwischen euch.

Ich habe mal ein paar Tipps zum Wandern mit Partner zusammengestellt, die dir die Auswahl deines Fußgefährten und die gemeinsame Tour erleichtern können.

8 Tipps zum Wandern mit Partner

Kennt euch! Vertraut euch!

Wenn du zusammen mit einem Freund eine Wandertour planst, ist schon die erste wichtige Basis gegeben. Vertrauen. Vielleicht kennt ihr euch sogar aus dem Sandkasten und habt schon einige kniffelige Situationen zusammen erlebt. Ihr wisst, wie der andere in Krisensituationen reagiert. Doch auch bei neugefundenen Wanderfreunden kann dieses Vertrauen auf Anhieb da sein. Gut! Denn nichts ist schlimmer, als sich beim Wandern nicht auf den Partner verlassen zu können.

Kommunikation! VORHER!

Bei allem Vertrauen und gemeinsamer Vergangenheit darf eines trotzdem nie fehlen: Kommunikation! Am besten direkt und nicht durch die Blume oder verpackt in zickige Kommentare. Und ganz wichtig: Setzt euch VOR eurer Tour zusammen. Ich rede hier natürlich nicht von einer kurzen Runde durch den Wald. Aber besonders bei Mehrtagestouren sollten die Erwartungen des Einzelnen klar sein. Wie eng wollt ihr gehen? Gibt es Raum, vielleicht mal einen Tag allein zu laufen? Oder ist das für beide Tabu? Was passiert, wenn ein Partner beim Wandern krank wird? Darf der andere weitergehen? Es gibt viele Fragen, die ihr schon im Vorfeld klären solltet.
Es ist auch sinnvoll, die Strecke gemeinsam zu planen und immer wieder abzuchecken, ob alle einverstanden mit dem Ablauf sind. Sonst steht ihr vor dem Klettersteig und dein Kumpel beichtet dir, dass er extreme Höhenangst hat. Was dann? Also: Kommunikation VORHER ist alles, um mittendrin keine bösen Überraschungen  zu erleben.
Jeder geht sein Tempo - Wandern mit Partner

Jeder geht sein Tempo

Eigenes Tempo gehen!

Ein Klassiker unter den Tipps beim Wandern mit Partner. Alle gehen ihr eigenes Tempo. Eine Menge Faktoren beeinflussen die individuelle Gehgeschwindigkeit. Länge der Beine, Schrittfrequenz, Fitnesslevel, Tagesform und Gepäckgewicht sind schon ziemlich wichtig, aber auch das Interesse des Einzelnen an seiner Umgebung kann einen Unterschied machen. Mein Frau z.B. schaut sich gern jeden Grashalm an und streichelt jedes Pony am Weg. Ich gehe dann oft einfach weiter, weil sie mich mit ihren längeren Beinen eh in Nullkommanix überholt.
Sie ist 10cm größer und wir haben einen natürlichen Abstand von ca. 20 Schritten, wenn jede ihr normales Tempo läuft. Das könnt ihr ja zum Spaß mal testen. Sucht euch einen Startpunkt und geht von da jeder 100 Schritte in angenehmem Tempo und mit eurer normalen Schrittlänge. Der so (eventuell) entstandene Abstand gibt euch eine Idee, wie unterschiedlich jeder geht.

Iss, wann du willst!

Das eigene Tempo ist immer wichtig. Nicht nur beim Gehen, sondern auch beim Essen. Gerade bei längeren (Mehrtages-)Touren, solltest du auf DEIN Hungergefühl hören.
Mir ist es schon einige Male passiert, dass ich vollkommen leer gelaufen bin. Dann geht nichts mehr. Jeder Schritt wird bleischwer. Dann hilft nur Pause und essen. So hockte auch schonmal hinter einer Leitplanke an einer relativ stark befahrenen spanischen Landstraße, habe Nüsse in mich reingeschaufelt und gehofft, dass meine Kräfte bald zurückkommen.
Also auch wenn dein Partner noch keine Anstalten für eine Pause macht, dir aber schon der Magen knurrt, ist es Zeit für dich zu essen. Entweder ihr macht einfach zusammen ein Päuschen oder dein Partner geht schon weiter und ihr trefft euch später wieder. Falls ihr euch gar nie trennen wollt, aber eure Nahrungsaufnahmerhythmen sehr unterschiedlich sind, dann sind ein paar Snacks (Nüsse, Riegel etc.) in der Jackentasche ganz gut, um dem Hungertief schnell entgegenzuwirken.
Wandern mit Partner 1

Das ist wichtig beim Wandern mit Partner

Jeder hat seinen Kram!

Besonders praktisch am Wandern mit Partner ist die Möglichkeit, Ausrüstung aufzuteilen und somit nicht alles alleine tragen zu müssen. Und auch hier ist Kommunikation das Wichtigste. Klärt vorher, wer was trägt und achtet auch darauf, dass jeder notfalls alleine „überleben“ könnte. Damit meine ich schon so Kleinigkeiten wie Blasenpflaster und Sonnencreme. Wenn ihr eventuell mal passagenweise getrennt lauft, sollte jeder ein kleines Erste-Hilfe-Set dabeihaben.
Und natürlich Wasser!!! Gerade bei Paaren sehe ich oft, dass ein Partner die große Wasserflasche trägt und der andere gar nichts hat.
Jeder sollte in der Lage sein, seinen eigenen Kram zu tragen, sonst kommt schnell miese Stimmung auf. Unterschätzt nicht die Intensität der Launen, wenn ihr gerade 8 Stunden bei strömendem Regen durch die Landschaft latscht und der Rucksack am Rücken zieht. Da fühlt sich der eine vielleicht schnell ungerecht behandelt, auch wenn er vorher noch laut geschrien hat, dass es gar kein Problem sei, das Zelt komplett alleine zu tragen. Eine Idee für gut ‚teilbare‘ Sache findest du hier.  Aber denk daran: Jeder ist individuell und wenn du schnell genervt bist, weil dein Partner zum 10. Mal nach der Sonnenmilch fragt, dann bestehe lieber darauf, dass jeder seine eigene trägt.

Der Schwächste zählt!

Alle Beteiligten sollten sich wohlfühlen. An die Grenzen und manchmal ein bisschen drüber gehen ist ok. Aber wenn ein Partner permanent körperlich und mental herausgefordert ist, weil der andere keine oder nur wenig Rücksicht nimmt, kann das schnell frustrieren oder sogar gefährlich werden. Wie oft habe ich schon große starke Männer mit forschem Schritt vorangehen sehen, denen ihre kleinen jammernden hochroten Frauen hinterherhechelten. Ich bin sicher, dass es da in der nächsten Hütte mit Sicherheit Ärger gab 😃 Sprecht euch ab, gesteht euch und eurem Partner Schwäche zu. Das ist vielleicht die größte Herausforderung beim Wandern mit Partner.
Ich habe auch schon den Gipfel allein bestiegen, weil meine Frau nicht ganz schwindelfrei ist und es einfach nicht über eine etwas kritische Stelle geschafft hat. Kein Problem. In meinem Fall war es kein zu schwieriger Aufstieg, aber wenn ihr euch trennt, solltet ihr besonders in den Bergen vorsichtig sein. Ist es sicher, den Weg allein weiterzugehen? Kann der Zurückbleibende in Sicherheit (und relativ warm und trocken) warten? Und vor allem: Sind alle Seiten einverstanden?

 

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Gemeinsam den nächsten Tag planen!

Was gibt es Schöneres. Angekommen, ausgeruht, gegessen und dann zusammen vor dem Zelt, auf der Hütte, in der Herberge sitzen und die Route für den nächsten Tag besprechen. Und vergesst nicht, einen Blick aufs Wetter zu werfen. Das gemeinsame Vorbereiten des kommenden Tages steigert nicht nur die Vorfreude, sondern bringt alle auf den gleichen Stand. Jeder weiß dann, was zu erwarten ist, wo es eventuell Schlüsselstellen gibt und was vielleicht im Rucksack  schnell greifbar eingepackt werden muss. Gibt es unterwegs Einkehrmöglichkeiten und Wasserquellen? Regen? Sonne? Alle sollten gut vorbereitet sein und Ahnung von der Strecke haben.
Und macht abends eine verbindliche Startzeit für den nächsten Morgen aus! Gerade beim Wandern mit Partner oder in Gruppen ist nichts nerviger, als schon voll eingepackt rumzustehen und noch auf einen Spätaufsteher zu warten.

Offen bleiben für neue Kontakte!

Auch wenn ihr als eingeschworenes Team startet, verschließt euch nicht gegen neue Leute. Bei mir hinterlassen neben den Naturerlebnissen vor allem die Begegnungen mit Menschen die nachhaltigsten Erinnerungen. Und es tut auch besonders auf langen Touren gut, mal mit anderen Leuten als immer nur dem Wanderpartner zu sprechen. Erfahrungen über den Weg auszutauschen , ein bisschen über die geschundenen Füße klagen und einfach in gemütlicher Runde zusammen zu sitzen – das bringt neue Energie und beugt dem Partner-Koller vor. 
Abends zusammensitzen - Wandern mit Partner

Abends zusammensitzen

Das waren meine Gedanken zum Wandern mit Partner. Wie sind denn deine Vorlieben? Allein? Zu zweit? Oder am liebsten in (organisierten?) Gruppen? Ich würde mich freuen, von deinen Erfahrungen zu hören! Unten im Kommentarfeld ist Platz dafür 😃
Happy Wanderpartnerinnen - Wanden mit Partner

Happy Wanderpartnerinnen

Und hast du nun gleich Lust mit der Lieblingsperson deiner Wahl loszuziehen? Dann hol dir doch hier einige Inspirationen:
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Zwischen Rowardennan und Inversnaid

ÜBER MICH

Hey! Ich bin Anne und freu mich total, dass du auf meinem Blog gelandet bist. Hier findest du Eindrücke und Erlebnisse von meinen großen und kleinen Ausflügen zu Fuß. Dazu noch ein paar Erfahrungen mit Ausrüstung, Ernährung und allem, was zum Wandern gehört.

Und nicht vergessen: einfach mal loslaufen!

Ich würde mich sehr freuen, von dir zu hören!

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