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Forststeig light – Mit Zelt durch die Sächsische Schweiz für Anfänger

  *Kleiner Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du etwas über diese Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Aber keine Angst, DU musst keinen Cent mehr bezahlen.
Einfach los, einfach raus. Am liebsten mit dem Zelt im Rucksack und in der freien Natur unter grünen Baumwipfeln schlafen.
Gar nicht so leicht in Deutschland!
Zum Glück gibt es in immer mehr Wanderregionen die Möglichkeit, auf naturnahen Trekkingzeltplätzen zu übernachten.
Rot und grün auf dem Forststeig

Rot und grün auf dem Forststeig

Auch in der Sächsischen Schweiz ist dies jetzt möglich. Im April 2018 wurde im Elbsandsteingebirge der Forststeig eröffnet. Die Idee war es, einen Wanderweg zu schaffen, der abseits der ausgetretenen Routen auf kleinen Pfaden verläuft und nur selten die Zivilisation streift.
Ein besonderes Highlight ist dabei, dass du nicht in festen Unterkünften übernachten musst, sondern mit deinem Zelt auf einfachen Biwakplätzen oder in gemütlichen Trekkinghütten (mit Trockenklo) die Nacht verbringen kannst.
Zschirnsteinbiwak - Forststeig

Zschirnsteinbiwak 

Der Forststeig ist 100 km lang und offiziell in 7 Etappen aufgeteilt. Doch das weite Wegenetz der Sächsischen und Böhmischen Schweiz macht es möglich, deine ganz eigene Tour zu planen.
Hier findest du unsere Variante, bei der du 3-4 Tage zum Schnuppertrekking aufbrechen und einmal ganz entspannt ausprobieren kannst, wie es ist, mit Rucksack, Zelt und Verpflegung in der Natur unterwegs zu sein.
Auf dem Forststeig

Auf dem Forststeig

Kurz vorweg: Auch wenn du auch als Trekking-Anfänger*in eine wunderbare Tour auf dem Forststeig haben kannst, so bedarf es doch ein wenig Vorbereitung. Wo finde ich Wasser? Ist der Weg gut markiert? Brauche ich eine Karte/GPS? Diese und einige andere Fragen werde ich in diesem Artikel beantworten.
Kühle Bäche auf dem Forststeig

Kühle Bäche auf dem Forststeig

Forststeig für Anfänger – die Organisation

Trekkingtickets

Neben deiner Ausrüstung brauchst du für die Übernachtungen auf den Biwakplätzen und in den Trekkinghütten auf dem Forststeig spezielle Trekkingtickets. Die Verkaufseinnahmen werden zur Pflege der Plätze genutzt und du kannst diese an verschiedenen Stellen kaufen:
Verkaufsstellen (Auswahl):
  • Globetrotter – Dresden (schnell vom Hauptbahnhof zu erreichen)
  • Nationalparkbahnhof Bad Schandau (praktisch bei Anreise mit dem EC)
  • per Mail bestellen und zuschicken lassen (zur Sicherheit mindestens 2 Wochen Vorlauf!!!)
Preis:
Erwachsene (ab 18):  Biwakplätze – 5 €  //  Trekkinghütten – 10 €
Kinder (bis 17)          :  Biwakplätze – 1 €  //  Trekkinghütten –  1 €
Es gibt zwar gesonderte Tickets für die Biwaks und die Hütten, aber ich empfehle, nur Biwaktickets zu kaufen. Du kannst auch einfach 2 Biwaktickets für die Hütten nutzen. Damit hälst du dir alle Optionen offen und kannst z.B. bei schlechtem Wetter auch ungeplant mal in einer Trekkinghütte schlafen.
Tipp: Kaufe am besten zur Sicherheit ein paar Tickets mehr, du kannst sie bis zum Ende des Folgejahres nutzen und so hast du gleich einen Grund für den nächsten Besuch der Sächsischen Schweiz.
Trekkingtickets - Forststeig

Trekkingtickets 

Am Schlafplatz angekommen, musst du nur noch den Abriss deines Tickets mit dem Datum in den dafür vorgesehenen „Briefkasten“ werfen und die andere Hälfte zum Vorzeigen aufbewahren oder am Zelt befestigen.
Alle weiteren Infos zu den Trekkingtickets findest du HIER.

Navigation

Auf jeden Fall solltest du dir auch vor deiner Tour auf dem Forststeig gutes Kartenmaterial besorgen. Zwar gibt es die GPS-Route im Netz (oder hier bei Komoot), jedoch empfehle ich auf jeden Fall als Backup eine Wanderkarte, die dir nicht nur einen guten Überblick verschafft, sondern dich auch schnell Alternativrouten finden lässt, falls du doch mal von den vorgegebenen Etappen abweichen möchtest. Auch Wasserstellen sind da eingezeichnet. Außerdem braucht eine Wanderkarte nur sehr wenig Akku 🙂 Wir sind mit dieser Karte* gelaufen. Der Forststeig ist mit einem gelben Strich markiert, jedoch leider nicht durchgängig, sodass ein wenig Orientierungssinn von großem Vorteil ist.
Immer dem gelben Strich nach auf dem Forststeig

Immer dem gelben Strich nach 

Ich habe auch überlegt, mir doch endlich mal ein richtiges GPS-Gerät zuzulegen, da ich mich gerade bei Mehrtagestouren in der Wildnis nur ungern auf mein Handyakku verlassen möchte und der GPS-Empfang häufig (zumindest bei meinem Smartphone-Modell) nicht so gut funktioniert. Deshalb mache ich mich gerade HIER*  ein wenig schlau. Udo von Waldhelden hat da mal eine ziemlich gute und fundierte Sammlung zusammengestellt.

Verpflegung

Da die meisten Etappenziele keine Einkehr- oder Einkaufsmöglichkeiten bieten, solltest du deine Verpflegung auch im Voraus planen. Mindestens Frühstück und Abendessen und ein paar Snacks musst du im Rucksack haben. Es gibt jedoch fast jeden Tag unterwegs die Möglichkeit, in einem Lokal z.B. Mittag zu essen.
Quelle mit Glas auf dem Forststeig

Quelle mit Glas 

Die Wasserversorgung auf dem Weg kann manchmal ein bisschen kniffelig sein und es ist sehr hilfreich, einen Wasserfilter* einzupacken. Einige Quellen auf der Karte sind nicht mehr vorhanden, an den Biwakplätzen und Trekkinghütten gibt es jedoch Regenwassertanks, aus denen du dein Koch- und Trinkwasser filtern kannst. Verlassen kannst du dich darauf leider, besonders in heißen Sommern, nicht. Ich werde in den folgenden Etappenbeschreibungen auch immer auf Wasserstellen hinweisen.
Unterwegs über Bäche - Forststeig

Auch Bäche sind Wasserstellen – Wasserfilter nicht vergessen! 

Forststeig für Anfänger – die Anreise

Egal, aus welcher Ecke du kommst, meistens führt dich die Anreise in die Sächsische Schweiz über Dresden. Mit Bus und Bahn erreichst du die sächsische Landeshauptstadt am bequemsten. Weiter geht es von da mit der S-Bahn, die (fast) im 30-Minuten-Takt alle wichtigen Orte der Sächsischen Schweiz anfährt. Der Forststeig beginnt in Schöna an der tschechischen Grenze – die Endstation der S-Bahn.
Noch schneller und einfacher ist die Anreise mit dem EC, der zwischen Hamburg und Prag verkehrt (über Berlin). Dieser hält in Bad Schandau, von wo du mit der S-Bahn in ein paar Minuten in Schöna bist.
Blick vom Pfaffenstein auf Gohrisch

Blick vom Pfaffenstein auf Gohrisch

Forststeig für Anfänger – die Etappen 

Tag 1 auf dem Forststeig – Anreise nach Schöna

Schöna – Biwakplatz Zschirnstein (7 km)

Diese erste Etappe kannst du prima auch noch am Nachmittag oder frühen Abend starten. Sie führt dich vom Bahnhof Schöna zuerst steil bergauf, bevor du durch den Wald und über kleine Bäche auf schmalen Pfaden entlang des Berghangs immer parallel zur Elbe wanderst. Wir haben einen kleinen Umweg über die Ziska-Quelle gemacht, um unser Wasser für die Nacht und den folgenden Tag aufzufüllen.

Im Wald - Forststeig

Im Wald 

Bevor du den Biwakplatz erreichst, führt der Weg dich noch auf den Zschirnstein, von welchem du eine großartige Aussicht über die Sächsische Schweiz hast. Wenn du schon ein bisschen spät dran bist, kannst du dir den Aufstieg aber auch sparen und direkt zum Biwakplatz laufen. Ein kleiner Sonnenaufgangsabstecher am nächsten Morgen ist dann ja vielleicht immer noch drin (ca. 20 Minuten dauert der Aufstieg vom Biwakplatz).
Blick auf den Schneeberg

Der Biwakplatz Zschirnstein liegt idyllisch versteckt unterhalb des Zschirnsteins und bietet Platz für 5 kleine Zelte und zusätzlich 4-6 Schlafplätze in einer süßen Biwakhütte, die von Studenten der TU Dresden gebaut wurde.
Biwakplatz Zschirnstein - Forststeig

Biwakplatz Zschirnstein – Forststeig

Einkehrmöglichkeiten: keine (auch am Bahnhof in Schöna nicht, dafür musst du mit der Fähre über die Elbe nach Hrensko fahren)
Wasserstellen: Ziskaquelle (Komootbeschreibung Wegpunkt 2), Regenwassertank am Biwakplatz
Weiter geht´s! - Forststeig

Weiter geht´s! 

Tag 2 auf dem Forststeig

Biwakplatz Zschirnstein – Zeltplatz Ostrov (17 km)

Die Etappe führt zu Beginn auf dem Grenzweg (eher ein Grenzpfad) im Prinzip direkt auf der deutsch-tschechischen Grenze durch mal lichte und mal dichte Wälder teils steil bergauf bis zum Abzweig zum Biwakplatz Taubenteich. Der perfekte Platz für eine ausgedehnte Pause. Auch auf diesem Platz können bis zu 5 Zelte stehen, oder du kannst in der sehr coolen Biwakhütte mit vielen gut durchdachten Features schlafen (3-6 Personen).
Ausblick von der Biwakhütte am Taubenteich - Forststeig

Ausblick von der Biwakhütte am Taubenteich 

Nach der Pause geht es weiter durch den Wald und schließlich auf einer wenig befahrenen Straße nach Tschechien. Dieses Wegstück ist eines der wenigen, dass nicht so reizvoll ist. Aber du kommst gut voran auf der Straße, bevor es an den steilen Anstieg auf den Schneeberg geht. Und die Anstrengung lohnt sich wirklich! Steinige Pfade, windschiefe Birken und der Ausblick!

Roter Rucksack auf dem Schneeberg 3

Das Felsenplateau des Schneebergs sieht sich wie ein großer Naturspielplatz an. Und tatsächlich tummeln sich rund um das Bergrestaurant viele Boulderer. Solltest du eine kleine Kletterpause einlegen wollen, kannst du dir dort auch Crashpads ausleihen und die runden Felsbrocken besteigen.

Naturspielplatz Schneeberg

Naturspielplatz Schneeberg

Der Weg nach unten schlängelt sich zunächst am Berg entlang, bevor sich die Landschaft öffnet und du über eine kleine Landstraße und Waldwege weiter Richtung Ostrov läufst.
Das heutige Etappenziel ist der kleine, einfache und supernette Zeltplatz Autokemp pod Císařem‘, wo du als Wanderer immer einen Platz kriegst. Im Restaurant gibt es günstige Hausmannskost (auch einige vegetarische Gerichte) und tschechisches Bier.
Einkehrmöglichkeiten: Restaurant auf dem Schneeberg, Hotel/Restaurant an der Kreuzung unterhalb des Schneebergs (Softeis!), Ostrov (Restaurant Zeltplatz und im Hotel)
Wasserstellen: Regenwassertank Biwakplatz Taubenteich, Quelle im Wald (Komootbeschreibung Wegpunkt 1), Restaurant auf dem Schneeberg, Zeltplatz Ostrov

Tag 3 auf dem Forststeig 

Ostrov – Biwakplatz Spitzstein (16 km)
Wie ich schon geschrieben habe, bist du auf dem Forststeig nicht unbedingt an die offizielle Wegführung gebunden. Er ist schleifenförmig angelegt, sodass du immer wieder abkürzen kannst, wenn du vielleicht nicht so viel Zeit hast oder einfach nicht so lange Tagesetappen laufen möchtest. Hier also unsere  anfängerfreundliche Freestyle-Variante für Tag 3:
Die Etappe startet am Zeltplatz in Ostrov (Tipp: einfach quer über den Platz gehen und diesen auf der rechten Seite durch ein kleines Tor verlassen, so sparst du dir den Umweg über die Straße). Es geht wieder auf dem Grenzweg durch den Wald bis du den Aussichtspunkt Grenzplatte erreichst. Von da hast du einen tollen Blick über das Tal und Ostrov (auch der Zeltplatz ist mit dabei).
Blick von der Grenzplatte

Blick von der Grenzplatte

Die für die Sächsische Schweiz typischen Steintürmchen begleiten dich heute auf deinen Pfaden auf und ab durch die sächsischen Wälder. Obwohl du den Forststeig jetzt quasi für ein Stück „falschrum“gehst, ist der Weg gut markiert. Das Bielatal ist wirklich wunderschön und du läufst oft entlang des Flüsschens und es gibt immer wieder gemütliche Pausenplätze, manchmal sogar mit Fußbad-Option.
Biela

Biela

Das Schöne am Forststeig ist, dass an vielen Stellen die „Wanderautobahnen“ der Sächsischen Schweiz vermieden werden und der Weg meist auf schmalen Nebenpfaden zwischen Felsen verläuft.
Bei unserer Variante verlässt du den Forststeig jedoch für einige Kilometer und läufst über wenig befahrene Landsträßchen zuerst durch das Örtchen Rosenthal. Bald öffnet sich die Landschaft und alles sieht auf einmal ganz anders aus! Grüne Wiesen, Obstbäume bilden schattige Alleen und es geht über weiche Hügel und später grasbewachsene Waldwege bis zur Rotsteinhütte. Achtung: Durch Forstarbeiten wird der Forststeig immer wieder streckenweise verlegt. Orientierung bieten Pfeiler, die die Umleitungen markieren. Hier kann das GPS hilfreich sein.
Markierung auf dem Forststeig

Markierung auf dem Forststeig

Die Rotsteinhütte ist eine der Trekkinghütten. Hier kannst du zwar nicht dein Zelt aufschlagen, aber in der gemütlichen Hütte mit Ofen und Sitzgelegenheiten drinnen und draußen gibt es Platz für mindestens 10 Wanderer. Auch hier findest du ein Trockenklo und einen Regenwassertank.
In der Rotsteinhütte

In der Rotsteinhütte

Doch unsere Etappe ist hier noch nicht zu Ende. Sie führt weiter durch den Wald und immer wieder gibt es Aussichtspunkte, wie den Katzstein. Auch wenn er nicht genau auf dem Weg liegt, empfehle ich den (sehr) kurzen Abstecher zum Spitzstein. Hier kannst du nochmal den Blick über Pfaffenstein, Lilienstein und die Festung Königstein schweifen lassen, bevor es wieder in den Wald und zum Biwakplatz Spitzstein geht.
Auch hier sind wieder 5 Zelte erlaubt und es gibt eine richtige Hütte, die allerdings keine Bettkonstruktionen hat, sondern nur Tische und Bänke. Aber im Notfall kannst du auch da schlafen. Regenwassertank und Trockenklo sind vorhanden.
Spitzsteinbiwak

Spitzsteinbiwak

Einkehrmöglichkeiten: kleiner Abstecher zur Ottomühle (Imbiss und Restaurant)
Wasserstellen: Singeborn (Komoot-Beschreibung Wegpunkt 7), Ottomühle im Imbiss/Restaurant fragen (am besten da gut auffüllen, auch Trinkwasser für nächsten Tag), Regenwassertank Biwakplatz

Tag 4 – Abreise 

Biwakplatz Spitzstein – Königstein (7km)
Auch heute folgst du dem Forststeig nur teilweise. Doch mehr oder weniger geht es wieder auf verschiedenen Wegen freestyle nach Königstein, da der Forststeig hier noch einige Schleifen geht und eigentlich in Bad Schandau endet. Da dies noch einen ganzen Wandertag bedeuten würde, haben wir uns für die Kurzvariante entschieden.
Felder und Wiesen auf dem Forststeig 2

Als letztes Highlight geht unsere Tour über den Pfaffenstein, einem der größten „Tafelberge“ in der Sächsischen Schweiz. Es gibt viele Wege nach oben und wir haben den engsten gewählt. Durch schmale Felsspalten und über Stiegen erreichst du schließlich das kleine Bergrestaurant (Achtung: Öffnet erst um 11 Uhr) und den Aussichtsturm.

Klammweg auf den Pfaffenstein

Klammweg auf den Pfaffenstein

Auf dem Pfaffenstein selbst gibt es einige Aussichtspunkte und du kannst ein bisschen über die Pfade streifen. Zum Abstieg geht es dann durch das „Nadelöhr“, einen sehr engen und steilen Pfad mit Leitern. Noch ein schönes kleines Abenteuer zum Abschluss (und auch mit Rucksack gut zu machen). Unten angekommen, geht der Weg sanft bergab über Wiesen und Felder. Pfaffendorf lässt du rechts liegen und erreichst schon bald Königstein.

Blick vom Pfaffenstein

Blick vom Pfaffenstein

Von hier geht es dann vom Bahnhof wieder nach Dresden oder Bad Schandau.
Einkehrmöglichkeiten: Berggaststätte Pfaffenstein, in Königstein mehrere Cafés/Restaurants
Wasserstellen: Berggaststätte Pfaffenstein
Alle weiteren offiziellen Informationen und Hinweise zum Forststeig findest du HIER.
Felswände auf dem Forststeig

Abschließend noch ein paar Tipps aus unseren Erfahrungen auf dem Forststeig:

Tipps zum Trekking auf dem Forststeig

  • Navigation – Leider ist der Forststeig (noch) nicht an allen Stellen zufriedenstellend markiert. Doch mit Karte und GPS ist er trotzdem gut zu laufen. Meine Empfehlung: Entscheide dich für ein „Hauptmedium“, nach dem du dich richtest. Es wird immer mal wieder Verwirrung geben, da die (offiziellen) GPS-Daten nicht immer mit den gedruckten Karten übereinstimmen. Aber das gibt dem Ganzen doch gleich noch einen Hauch mehr Abenteuer 🙂 Und kein Angst! Es gibt so viele Wege in der Sächsischen Schweiz, dass du dich zwar verlaufen kannst, aber immer wieder Alternativen findest, die dich zurück auf den richtigen Weg bringen.
  • Zeckenschutz – Besonders an den grasbewachsenen Biwakplätzen gibt es unglaublich viele Zecken. Also vergiss nicht, Zeckenschutz und eine Zeckenzange o.ä. einzupacken! Da Sachsen auch FSME-Gebiet ist, lohnt sich vielleicht sogar eine Impfung, solltest du häufiger in der Gegend (oder generell in Süddeutschland) unterwegs sein. Wenn du beim Arzt von deinen Wanderplänen erzählst, übernimmt sogar die Krankenkasse deine Impfung.
  • Wasser – Die Beschaffung von frischem Wasser ist tatsächlich eine der größten Herausforderungen auf dem Forststeig. Auf einigen Passagen gibt es gleich mehrere Quellen, während du dich auf anderen Abschnitten manchmal vergebens durchs Gebüsch wühlst, um die auf der Karte eingezeichnete Wasserstelle zu finden. Unser Ziel war immer, abends am Schlafplatz 3 Liter pro Person zur Verfügung zu haben. 1 Liter zum Kochen von Frühstück und Abendessen, 1 Liter zum Trinken und 1 Liter für den nächsten Tag bis zu nächsten Quelle. Bei der Übernachtung auf dem Zeltplatz ist das natürlich gar kein Problem, auf den Biwakplätzen und Trekkinghütten muss man da ein bisschen besser planen. Notfalls gibt es unterwegs aber auch immer wieder Bäche, aus denen du Wasser filtern kannst. Also auf jeden Fall an denWasserfilter* denken!!!
  • Belegung Biwakplätze – Das hat mich bei der Planung im Voraus am meisten beschäftigt: Was passiert, wenn der Biwakplatz oder die Trekkinghütte schon voll ist? Der Kauf der Trekkingtickets enthält nämlich keine Reservierung. Der Erste mahlt zuerst. Im Nachhinein war diese Sorge jedoch zumindest in unserem Fall unbegründet. Es steht zwar in den Regeln der Biwakplätze, dass maximal 5 Zwei-Personen-Zelte aufgestellt werden dürfen, aber es kam nie jemand zum Kontrollieren vorbei. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie jemanden wegschicken, weil das ja bedeuten würde, dass dieser Jemand sich wahrscheinlich irgendwo im Wald ein Plätzchen zum Schlafen suchen muss… Diese Infos sind allerdings nur meine Erfahrung und mein Empfinden. Sicher weiß ich es nicht.
  • Müll – Auf einer Trekkingtour mit Zelt fällt natürlich auch Müll an, den du UNBEDINGT mitnehmen musst. An den Biwakplätzen und Trekkinghütten selbst gibt es keine Mülleimer. Wir hatten unseren kleinen grünen Wandermüllsack immer am Rucksack baumeln. Für unseren Abfall und den, den wir im Wald gefunden haben. Willst du auch einen? HIERfindest du alle Infos über die Bestellung (alle Erlöse werden gespendet!) 
  • Variante ohne Zelt – Wenn du dich davor scheust, mit vollem Gepäck inkl. Zelt unterwegs zu sein, dann kannst du im Prinzip mit ein bisschen Planung auch immer auf eine der Trekkinghütten ausweichen. Dafür brauchst du aber dennoch einen Schlafsack und eine Isomatte. Die meisten offiziellen Etappen enden sowieso an einer der Hütten.
Über Bäche auf dem Forststeig

Immer dabei – der kleine Grüne

Hast du noch Fragen über den Forststeig? Oder bist du ihn selbst schon gelaufen und kannst noch weitere Infos geben? Dann her damit! In den Kommentaren ist ganz viel Platz dafür 🙂
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Zwischen Rowardennan und Inversnaid

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